05. Mai 2021 13:00 Uhr

Immer mehr ist besser als viel

Joachim Brandmaier - Börsenpraktiker 
Stuttgarter Aktienbrief „Börse Aktuell“

Bei der Ausschüttung achten viele Anleger in allererster Linie auf die schiere Höhe. Vor allem Neulinge agieren ganz nach dem Motto: je höher die Prozente, desto besser. Die Fortgeschrittenen aber wissen längst, dass Quantität bei der Ausschüttung nicht alles ist - und oft sogar ein Risiko darstellt. Auf die Qualität kommt es an! Was aber bedeutet hier Qualität?

Die Fachleute würden jetzt mit allerhand Begriffen um sich werfen wie Cashflow, Verschuldungsgrad, Payout Ratio oder Gewinnstabilität. Aber machen Sie es sich doch leicht und blicken Sie einfach auf die Dividendenhistorie. Wenn es eine Firma schafft, die Dividende über Jahrzehnte ununterbrochen zu zahlen und - noch besser - zu steigern, dann ist genau das der beste Beweis für eine hohe Dividendenqualität! Eine Garantie gibt es an der Börse zwar nie, aber eine starke Historie ist mehr wert als alle hochtrabenden Analystenprognosen zusammen. Sie zeigt, dass das Unternehmen dank seiner Produkte und seiner starken Marktstellung mit den Jahren steigende Gewinne erzielt und deshalb die Ausschüttung immer weiter anheben kann.

Und genau solche erfolgreichen Unternehmen sind laut Studien für Anleger die bessere Wahl. Besonders in Krisenzeiten zeigen die sogenannten Dividenden-Aristokraten ihre Stärke. Wenn die Kurse in der Vergangenheit auf breiter Front gefallen sind, haben sich die Aktien der Dividendensteigerer im Schnitt um 1,5 Prozent besser entwickelt als der breite Markt - pro Krisenmonat wohlgemerkt! Und sie halten sich sogar 3,6 Prozent besser als genau jene Aktien, die mit besonders hohen Dividendenrenditen prahlen - und die Ausschüttung dann oft streichen müssen und im Kurs einbrechen! Sie sind in schwierigen Phasen also wesentlich stabiler.

Im Vergleich sind die konstanten Steigerer weniger verschuldet, arbeiten profitabler und erzielen schnellere Gewinnzuwächse als Firmen, die übertrieben hohe Dividendenrenditen aufweisen. Aber nicht nur in Krisenzeiten, sondern auch bei Berechnungen über Jahrzehnte hinweg stehen Aktien von Unternehmen, die bei ihrer Ausschüttung regelmäßig was draufpacken, ganz oben in Sachen Performance. Sie liegen 2 Prozent pro Jahr besser als der Schnitt, 7 Prozent besser als generelle Nichtzahler und 10 Prozent besser als Dividendenkürzer! Das nenne ich nervenschonende Rendite dank richtiger Dividendenstrategie.

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